Hildener Jazztage 2023

Noch im vergangenen Jahr stand die Zukunft der Hildener Jazztage in Frage, doch mit der Gründung der Jazzförderung Rhein-Ruhr gGmbH hat das Festival ein neues Fundament gewonnen und erklingt nun wieder in Hilden.


Die diesjährige Ausgabe unter dem Motto "Invitation" umfasst zwölf Konzerte an besonderen Orten - von Clubs und Konzertsälen bis hin zu Open-Air-Bühnen.
Zu den Highlights zählen Bob Mintzer mit der WDR Big Band, Meretrio mit Heinrich von Kalnein, Andreas Schaerer, Christine Corvisier, Brenda Boykin sowie viele weitere Künstlerinnen und Künstler, die das bunte und vielfältige Gesicht des Festivals prägen.



31.05.2023 Kunstraum Gewerbepark - Süd

Sebastian Gahler Quartet

Den Auftakt machte das Konzert des Sebastian-Gahler-Quartetts. Bereits vor Beginn betonte der Pianist, wie sehr ihn der Roman Zwei Monde des japanischen Surrealisten Haruki Murakami inspiriert hat. Das gesamte Programm entfaltete sich als Reise in Murakamis traumverlorene, surreale Welt – eine Musik, die die Zuhörer an die Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit führte.


1.06.2023 - QQTec

1) Frau Contra Bass -Katerina Debus & Hans Höhn

2) Jens Fischer -Organic Blues Project & Brenda Boykin


2.06.2023 Stadhalle Hilden

1) Christine Corvisier Quintett

2) Svetlana Marinchenko Trio


3.06.2025 - Stadhaalle Hilden

1) Bireli Lagrene & Mozes Rosenberg  & Joscho Stephan

2) WDR Big Band & saksofonist Bob Mintzer.

Das Konzert der WDR Big Band mit Bob Mintzer war voller Energie und Groove, klang für mich jedoch zu sehr nach Pop. Mit einfachen, eingängigen Melodien, die in ein effektvolles Gewand gekleidet waren, konnte ich persönlich wenig anfangen. Es war eine großartige Show für das Publikum – aber nicht die Art von Jazz, die mich wirklich berührt.


4.06.2023 Haus Hrst

1) Meretrio & Heinrich von Kalnein

2) Andreas Schaerer


4.06.2023 Reformationskirche

Roger Hanschel & String Thing

Dieses Konzert von Roger Hanschel und dem String Thing Quartett während der 27. Hildener Jazztage war für mich ein absolut außergewöhnliches Erlebnis. Es war kein leichter Jazz – anspruchsvoll, voller Spannung und tiefer Emotionen. Von der ganzen Kirche, die zu Beginn noch gefüllt war, blieb am Ende nur eine kleine Gruppe von Zuhörern. Doch gerade diese wenigen, die wahren Kenner, konnten die Einzigartigkeit dieser musikalischen Reise wirklich würdigen. Für mich war es wie eine Begegnung mit etwas Größerem als nur Musik – intensiv, ehrlich und zutiefst berührend. Dieser Abend wird für immer in meiner Erinnerung bleiben