“Photography for me is not looking, it’s feeling. If you can’t feel what you’re looking at, then you’re never going to get others to feel anything when they look at your pictures.”

  -Don McCullin

"Fotografie ist für mich nicht das Schauen, sondern das Fühlen. Wenn du nicht spürst, was du siehst, dann wirst du nie andere dazu bringen, etwas zu fühlen, wenn sie deine Bilder ansehen."

   Don McCullin


Fotografie

 

Mein Abenteuer mit der Fotografie begann in Polen, wo ich geboren und aufgewachsen bin.

Als ich ein paar Jahre alt war, machte ich mein erstes Foto. Mein Vater, Aleksander - ein Hobbyfotograf - legte mir die Kamera in die Hand, zeigte mir, wo ich durch den Sucher schauen und welchen Knopf ich drücken sollte.

In unserem Elternhaus – einem alten Gebäude voller Ecken und Winkel - richtete er sogar eine echte Dunkelkammer ein!

 

Damals existierten Begriffe wie digitale Aufzeichnung, Autofokus, digitale Sensoren, Zeit-/Blendenautomatik, Belichtungssimulation - und vor allem das Internet - noch nicht.

   

Alles war anders…

Die wunderbaren 60er- und 70er-Jahre - eine Zeit, in der ich begann, die Kamera bewusster zu nutzen. Es waren außergewöhnliche Jahre, geprägt von aufstrebender Rockmusik, einem engen Freundeskreis und dem jugendlichen Gefühl, dass uns die ganze Welt gehörte.

Früher war jeder Druck auf den Auslöser mit Analyse und Reflexion verbunden.

Mit lichtempfindlichem Material - Fotofilm, auf dem ich 35-36 Aufnahmen pro Rolle machen konnte – hielt ich nur besondere Momente fest, z. B. Familienereignisse. Eine Filmkamera lehrte mich, nachzudenken und den Bildrahmen zu respektieren – jeder einzelne war kostbar.

Heute kann ich unbegrenzt viele Fotos machen, was sehr - sehr! - praktisch ist.
Und ich muss mir keine Gedanken mehr darüber machen, welcher Film (bzw. welche Lichtempfindlichkeit) für die geplanten Aufnahmen geeignet ist.

 

Es ist, als hätte ich alle Filme der Welt gleichzeitig in meiner Kamera.
Genial!

 


 

 

 

In den Jahren 1968–1974 nutzte ich die Kamera meines Vaters – eine Zorki 4. Mit diesem Gerät lernte ich, die Zusammenhänge zwischen Belichtungszeit, Blende, Filmempfindlichkeit und anderen fotografischen Parametern zu verstehen.


1974



Ein Traum wurde wahr: Meine erste eigene Spiegelreflexkamera - die Zenith E!

Der Kauf fand während einer touristischen Reise nach Minsk statt.

Ein Traum wurde wahr: Meine erste eigene Spiegelreflexkamera.

  -begleitete mich über viele Jahre und leistete treue Dienste, über 27 jahren.


 

Danach folgten ein Vergrößerungsgerät sowie weitere Ausrüstungen, die für die eigenständige Verarbeitung in einer Dunkelkammer erforderlich waren. Zu dieser Zeit wohnte ich bereits in meiner eigenen Wohnung in einem Neubau, und das Badezimmer übernahm die Rolle der Dunkelkammer.




Ein bedeutender Wandel – Eine neue Ära


Jahr 1988 – Emigration

Eigentlich war es offiziell nur eine touristische Reise über die westliche Grenze, doch für mich bedeutete sie mehr. In Deutschland fehlte mir meine komplette Ausrüstung. In den Koffer packte ich nur meine Zenit und ein paar persönliche Kleinigkeiten.

Die Negative gab ich zum Entwickeln an einem speziellen Fotostand ab, den ich zufällig beim Einkaufen entdeckte. Nach ein paar Tagen waren die Bilder fertig – vermutlich von irgendeiner Kodak‑Maschine, sprich: einem Automaten, entwickelt … eine Katastrophe!

Dann folgte ein kurzer Ausflug in die Welt der VHS‑C‑Kamera. Die Möglichkeit, das Material sofort zu überprüfen – einfach die Kamera an den Fernseher anschließen und anschauen – war wohl der Grund für diesen kurzen „Seitensprung“ zum bewegten Bild.

 

Dieses Gerät nahm ich auch zum ersten Mal mit auf ein Musikkonzert: 1992 bei der Düsseldorfer Jazz‑Rally, bei der Zbigniew Namysłowski zusammen mit dem damals noch sehr jungen Leszek Możdżer auftrat. Ein paar Kassetten aus dieser Zeit habe ich bis heute aufbewahrt.



2002

Internet !
Ein äußerst wichtiger Faktor in meiner Leidenschaft.

Mein Abenteuer mit dem PC begann vor etwa 15 Jahren (2002). Kurz darauf schloss die Telekom dieses Gerät ans Internet an.

Im Netz entstanden damals erste Fotoportale, und meine ersten Fotos wurden plötzlich von Internetnutzern angesehen - Menschen, die ich nicht kannte!

In dieser Zeit kam mir die Idee, meine beiden Leidenschaften zu verbinden: Fotografie und Musik.

Ich nahm meine Kamera mit zu Konzerten und Musikfestivals. Bald erhielt ich Anfragen, ob meine Arbeiten genutzt werden dürften – entweder direkt oder per E-Mail. Unter anderem von 👉A.M. Jopek 🔗 und Melanie Lüther Management. Meine Bilder wurden (und werden) sogar in Argentinien gezeigt – etwa durch   👉 Oscar Giunta. 🔗

 

Hier in Deutschland habe ich dank des Internets viele erstaunliche Landsleute kennengelernt.

Alles begann mit dem Musiker Christoph Wrobel – ihm gefiel eines meiner Fotos.

Er rief mich an und fragte, ob er meine Arbeit nutzen dürfe.

Heute ist er mein Freund.

Die Motivation für weitere Arbeit? Definitiv vorhanden!


Meine erste "Digitalkamera" war die Canon Powershot A40. Der Kauf dieser Marke war eher ein Zufall.

Der Sensor hatte eine Größe von 5,4 x 4,0 mm und eine Auflösung von 2,0 Megapixeln. Auf der 8-MB-Speicherkarte konnte ich gerade einmal 50 Fotos speichern!

Die Optik und Grundfunktionen der neuen Kamera waren mir vertraut, aber was war das? Pixel? Wie funktioniert das? Was kann diese Kamera eigentlich? Ich musste alles lernen und verstehen.

Schnell stellte sich heraus, dass diese Kamera im Grunde ein kleiner Computer war!

Zunächst gehörte ich zur Gruppe der skeptischen Fotografen. Ich war überzeugt, dass der fotografische Film niemals durch etwas anderes ersetzt werden könnte – schon gar nicht durch einen ... Sensor.

 Der Grund? Die „Bildplastizität“. Der Unterschied, den ich damals zwischen traditionellem Film und digitaler Aufnahme wahrnahm, war für mich zu groß.

Nun, nach sechs Jahren Praxis mit einer Kompaktkamera und der unglaublich schnellen Entwicklung der digitalen Bildaufnahmetechnik habe ich meine Sichtweise ein wenig geändert.



2008

Es ist an der Zeit, auf ein fortschrittlicheres Gerät umzusteigen. Welche Marke?

Die Entscheidung war längst gefallen – mein Canon-Kompaktgerät hat mich nie im Stich gelassen und funktioniert sogar immer noch!

Ich entschied mich für die EOS 400D. Mit einer Bildaufnahme im

RAW-Format und weiteren fortschrittlichen Funktionen bietet sie genau die Spezifikationen, die ich benötige.

Ein hervorragendes Werkzeug, um meine Fähigkeiten in der digitalen Fotografie weiter zu perfektionieren!



Zusammenfassung

All die Jahre mit der Kamera in der Hand – auf Konzerten, bei kulturellen Begegnungen, unter Gleichgesinnten – haben mich nicht nur als Fotograf geprägt, sondern auch als Mensch.

Die Fotografie hat mir geholfen, das Unsichtbare sichtbar zu machen: Gefühle, Töne, Zwischenmomente. Besonders in der Musik – meinem zweiten großen Lebensinhalt – finde ich immer wieder neue Inspiration und die Kraft, weiterzumachen.

Obwohl ich nie kommerzielle Ziele verfolgt habe, bedeutet mir jeder Blick auf meine Bilder, jedes Feedback, jeder Applaus unendlich viel.



Über 207.700 Besucher (Stand: September 2024) 

meiner Webseite zeigen mir, dass meine Arbeit Menschen erreicht – und das ist für mich der größte Lohn.

 

Solange ich hören, sehen und fühlen kann, werde ich weiterhin mit Licht malen – in der Hoffnung, dass irgendwo da draußen jemand innehält, schaut… und vielleicht die Musik in meinen Bildern hört.