Meine musikalische Reise begann lange bevor ich überhaupt daran dachte, Bilder zu machen.
Am Ende der 1960er- und zu Beginn der 1970er-Jahre war Musik für viele von uns ein geheimes Fenster zur Welt.
Radio Luxemburg spielte dabei eine besondere Rolle.
Zwischen Rauschen, Störungen und absichtlichen Signalüberlagerungen drangen Klänge aus einer anderen
Realität zu uns durch – Rock’n’Roll, Beat, Musik, die nach Freiheit klang.Ein kleines Transistorradio war damals ein Schatz.
Die Klangqualität war miserabel, die Störungen allgegenwärtig.
Doch gerade diese brüchigen, gestörten Signale wurden zum Anfang einer inneren Reise.
Für junge Menschen, die neugierig auf die Welt waren, lag in diesen Klängen etwas Verbotenes - und gerade deshalb etwas Magisches.
Bevor jedoch die Gitarre mein Herz eroberte, stand ein anderes Instrument am Anfang: das Klavier.
Als Kind lernte ich, nach Noten zu spielen.
Einfache Stücke, nichts Besonderes - aber gespielt mit Hingabe und kindlicher Begeisterung.
Von dieser Zeit ist wenig technische Fertigkeit geblieben, doch die Liebe zum Klang der Tasten blieb.
Bis heute fasziniert mich am Klavier seine Weite, seine Kraft und vor allem die Stille zwischen den Tönen.
In der Jugend zog mich der Rock unwiderstehlich an - vor allem der progressive Rock.
Es war Musik des Aufbruchs, der Fantasie, der inneren Freiheit.
Die Gitarre wurde zum Symbol dieser Zeit, zum Instrument schlechthin.
Blasinstrumente verband ich damals eher mit Blaskapellen als mit Rockmusik - auch wenn sie längst ihren
Platz in progressiven Klangwelten gefunden hatten.Damals zählte für mich vor allem eines: die Gitarre.
Mit Czesław Niemen hörte ich nicht nur Musik - ich wuchs mit ihr auf.
Seine künstlerische Entwicklung begleitete meine eigene: von frühen Liedformen über rockige Experimente bis hin zu
visionären, offenen Kompositionen.
„Bema pamięci żałobny - rapsod“ war für mich ein Schlüsselerlebnis - musikalisch wie emotional.
Hier wurde mir klar, dass es nicht um Pop ging, sondern um etwas Tieferes.
Niemens spätere Werke öffneten mir die Tür zum Jazz.
Improvisation, klangliche Freiheit, das Loslassen fester Formen.
King Crimson, Pink Floyd, SBB - und vor allem Niemen - waren meine Wegbegleiter.
Später kamen Yes, Jethro Tull, Mike Oldfield, Jon & Vangelis, The Doors hinzu.
Ich erinnere mich gut an den Moment, als ich entdeckte, dass auch Niemen von Rick Wakeman
fasziniert war - von langen musikalischen Formen, die Geschichten ohne Worte erzählten.
Der progressive Rock brachte mir auch die klassische Musik näher.
Orgelklänge, symphonische Strukturen, Zitate aus Bach oder Mozart.
Emerson, Lake & Palmer, Procol Harum, Focus - sie verbanden Klassik mit der elektrischen Kraft des Rock.
Heute höre ich diese Musik mit derselben Freude - und ebenso gern Chopin oder andere große Komponisten.
Auch hier geht es um Emotion, nur in einer anderen Sprache.
Heute jedoch nimmt Jazz einen besonderen Platz ein.
Vielleicht, weil ich inzwischen etwas Offeneres brauche, weniger Vorhersehbares.
Jazz gibt Raum - zum Zuhören, zum Dasein, zum Atmen.
Er ist Freiheit, nicht rebellisch wie Rock, sondern reif, reflektierend.
Ein Dialog ohne Worte.
So wie ich früher Gitarrensoli folgte, lausche ich heute mit derselben Leidenschaft dem Gespräch zwischen Kontrabass und Klavier.
Rock öffnete mich für Emotionen - Jazz lehrte mich, sie zu betrachten.
Mein musikalisches Leben beschränkt sich längst nicht mehr auf das Hören.
Ich bewege mich zwischen Musikern unterschiedlicher Welten - Klassik, Jazz, Rock.
Ich begegne ihnen, arbeite mit ihnen, bin dabei, wenn neue Musik entsteht.
Oft als stiller Zeuge, manchmal als Teil dieses Prozesses.
Und fast immer mit einer Kamera in der Hand – nicht um Musik zu erklären, sondern um
die Emotionen festzuhalten, die sie auslöst. Blicke, Gesten, Augenblicke.
Meine musikalische Reise hat sich geschlossen und zugleich geöffnet.
Stile, Instrumente und Formen haben sich verändert.
Eines ist geblieben:
Musik ist für mich eine Art zu sein.
Ich höre noch immer mit dem Herzen.


K O N T A K T
Nie jest to sklep ani autopromocja.
To moja przestrzeń - zbudowana ze światła, muzyki i spotkań.
To moje fotograficzne i filmowe archiwum.
Zdjęcia, obrazy i dźwięki z koncertów, spotkań i chwil
które chciałem zatrzymać.
Es ist kein Shop und keine Selbstdarstellung.
Es ist mein Raum – gebaut aus Licht, Musik und Begegnungen.
Dies ist mein fotografisches und filmisches Archiv.
Bilder, Klänge und Momente von Konzerten, Begegnungen und Augenblicken, die ich festhalten wollte.
